Das fällt im Sommer an

Arbeiten ab Juli

Trockenmauer gemeinsam errichten macht Spaß!
  • Strukturen schaffen: Hochbeete, Trockenmauern, Lesesteinhaufen, Totholzhaufen, Wasserstellen (Sumpfbeete, (Mini-)Teiche), Kräuterspiralen, nährstoffarme Sandflächen
  • Regelmäßiges Zurückschneiden der trockenen Blüten fördert die 2. Blüte
  • Spätblüher setzen als Topfware (z.B. Astern)
  • Große Stauden teilen
  • Hecken und Sträucher fachgerecht schneiden, wenn nötig
  • Wässern der Pflanzen mit Regenwasser spart Trinkwasser
  • Weitere Aktionen planen, präsentieren und andere animieren

Arbeiten ab August

  • herbstblühende Zwiebelgewächse pflanzen - Herbstkrokus (Anfang August), Lilien, Taglilien und Iris
  • Sommerstecklinge zur Vermehrung setzen (Lavendel, Thymian, Salbei u.a.)
  • Blumenzwiebeln setzen (Spätwinter- und Frühjahrsblüher)
  • frühblühende Stauden teilen und verpflanzen
  • zweijährige Pflanzen werden jetzt vereinzelt
  • Sommerschnitt bei Obstgehölzen vornehmen (voll entwickelte, zu dicht stehende, nach innen oder oben wachsende Langtriebe der Triebspitzen auslichten)

Arbeiten ab September

  • Mehrjährige Nutzpflanzen setzen
  • zweijährige Pflanzen aussäen (Zweijährig entwickeln nur ihre Blätter/ Rosetten vor dem Winter und kommen erst in ihrem 2. Jahr zur Blüte)
  • Blumenzwiebeln der Frühjahrsblüher setzen
  • Kletterpflanzen können noch bis Oktober gepflanzt werden
  • Anfang September bis Anfang November ist Pflanzzeit für winterharte, immergrüne Laubgehölze. Pflanzen Sie Gehölzränder, Kleingehölz-, Wildsträucher- bzw. Wildrosenhecken oder einzelne Gehölze als Solitäre auf Ihrer Fläche (gibt es wurzelnackt oder als Topfware)
  • Wildblumenwiesen und –säume säen
  • mit Rasenschnitt und Baumschnitt ein Hügel- oder Hochbeet anlegen
  • Flächenkompost aus Laub erstellen
  • Strukturen wie Steinhaufen, Trockenmauern, Totholzhaufen, Wildbienen-Nisthilfen, Sandlinsen (als Nistgelegenheit für bodennistende Wildbienen im nächsten Jahr)

Kräuter, Stauden und Gehölze pflanzen und säen

Vielleicht fragen Sie sich was eigentlich der Unterschied zwischen Kräutern, Stauden und Gehözen ist? Ganz einfach: Kräuter überdauern nur ein oder zwei Jahre und sterben dann ab. Stauden und Gehölze dagegen sind „ausdauernd“, können also mehrere Jahre leben. Zwei- oder mehrjährige Pflanzen können im Sommer entweder als vorgezogene Pflanzen in die Erde gebracht oder auch ausgesät werden.

Bezugsquellen

Wiese und ein "Pflegestreifen" als Nachweis, dass das so sein soll

Blumenwiesen säen

Wildblumenwiesen gehören zu den artenreichsten Lebensräumen überhaupt. Sie bieten durch ihren Pflanzenreichtum Nektar und Pollen für jede Menge Bienenarten. Dabei braucht es gar nicht viel Saatgut um ein Blütenmeer zu schaffen: schon erstaunliche 1 bis 2 g/m² reichen aus. Im Frühherbst gesät, können sich die Pflanzen im Frühjahr rasch entfalten. Es gibt verschiedene Wege und Methoden, wie Sie eine Wildblumenwiese anlegen können. Den Aufwand der Vorbereitung belohnt das Ergebnis besonders eindrucksvoll und bereichernd: Als Paradies für Bienen, ihre "Bestäuber-Kollegen" und auch viele andere Tiere.

HIER ein paar grundlegende TIPPS von unserem Partner Rieger-Hofmann (Menüpunkt "Wissenswertes")

Tipps zur Planung und Auswahl des Saatguts

  • Bei der Planung müssen der Nährstoffgehalt und die Zusammensetzung des Bodens Berücksichtigung finden.
  • Möglichst bio-zertifizierte Mischungen verwenden. (Sie enthalten nur heimische Arten.)
  • Möglichst regionales Saatgut verwenden. (Die Pflanzen sind an die örtlichen Gegebenheiten angepasst.)
  • Artenreiche Mischungen bevorzugen. (Beugt dem Überhandnehmen unerwünschter Arten vor.)

Tipps zum Säen und Pflegen

  • Für eine erfolgreiche Ansaat ist möglichst offener Boden nötig (Rasen entfernen, Boden abtragen, …).
  • Bestehender Bewuchs ist möglichst vollständig (wenn möglich inkl. Wurzeln) zu entfernen.
  • Die Fläche pflügen, fräsen oder umgraben, anschließend mit Rechen oder Egge einebnen.
  • Artenreiche Wildblumenwiesen sind auf nährstoffarmen Boden angewiesen. Eine Reduktion von Nährstoffen erreichen Sie durch das Abtragen der oberen Bodenschicht und/oder das Aufbringen einer Sand-, Schotter- oder Kiesschicht.
  • In den ersten sechs Wochen gut wässern.
  • An nährstoffreicheren Standorten im September die Hälfte der Wiese mähen (so nehmen Sie den Tieren nicht auf einmal das gesamte Angebot).
  • An nährstoffärmeren Standorten die Wiese nur einmal im September oder Oktober mähen.

Saatgut für Säume

Strukturen schaffen

Die ca. 560 bei uns heimischen Bienenarten haben ganz unterschiedliche Ansprüche an ihre Lebensräume. Manche graben ihre Brutkammern in sandigen Boden, andere nagen Nistgänge in Totholz oder nutzen die dort von Käfern angelegten Gänge als Kinderstube. Wieder andere sind auf den Pollen einer ganz bestimmten Pflanzenart angewiesen, die nur an feuchten Stellen wachsen kann. Vielfalt unterschiedlicher Lebensräume bedeutet also zugleich Vielfalt an Wildbienen. Kleinstlebensräume können wir leicht schaffen, indem wir beispielsweise einen Teich anlegen, einen Lesesteinhaufen aufschichten oder eine Kräuterspirale bauen. Hiervon profitieren übrigens zugleich viele andere Tiere und ebenso Pflanzen.

Trockenmauer

 

 

Trockenmauern sind Natursteinmauern, deren Fugen nicht mit Mörtel verfüllt sind. So können Sie die Fugen bepflanzen – an Trockenheit und mageren Boden angepasste Pflanzen fühlen sich hier wohl. Die Ritzen und Hohlräumen bieten zudem zahlreichen Kleintieren einen Lebensraum. Wildbienen finden sich hier ebenso ein wie Spinnen, Käfer, Mäuse oder Eidechsen.

Lesesteinhaufen

 

 

Ein Lesesteinhaufen bietet wie eine Trockenmauer Versteckmöglichkeiten, Sonnenplatz und Winterquartier für viele Tiere, darunter Eidechsen, Schlangen, Lurche, Ameisen, Bienen und Grabwespen. Auch für wärme- und trockenheitsliebende Pflanzen ist er ein attraktiver Standort. Die Errichtung eines Steinhaufens ist wesentlich einfacher als der Bau einer Trockenmauer. Er sollte möglichst in sonniger Lage platziert sein.

Totholzhaufen

 

 

Ein Totholzhaufen bietet Lebensraum und Unterschlupf für viele Insekten- und Spinnenarten, Reptilien, Amphibien, Vögel und Kleinsäuger. Die Tiere finden hier Entwicklungs-, Überwinterungs- und Nistmöglichkeiten sowie Rückzugsgebiete. Einige Wildbienenarten legen ihre Eier in Totholz. So ein Haufen kann z. B. Frösche, Molche (als Überwinterungsplatz), Spitzmäuse, Zauneidechsen, Igel und Mauswiesel beherbergen. Außerdem bietet er Nistmöglichkeiten und reichlich Nahrung für Zaunkönig, Rotkehlchen und Grasmücke. Neben Holz kann man übrigens auch Laub oder Steine in einen solchen Haufen integrieren. Das Laub kann als Unterschlupf dienen, Steine fungieren als Wärmespeicher und werden den Reptilien gefallen.

Teich oder Wasserstelle

 

 

Es muss nicht immer ein großer Teich sein. Schon die kleinste Wasserstelle mit flachem Ufer und ein paar Wasserpflanzen bietet Wasser für Bienen und Vögel und Lebensraum für Frösche und Molche. Im Uferbereich fühlen sich feuchtigkeitsliebende Pflanzen wohl. Probieren Sie es aus. Schon ein Quadratmeter Fläche genügt!

Kräuterspirale

 

 

Viele Heil- und Küchenkräuter sind wichtige Futterpflanzen für Bienen und andere Bestäuberinsekten. Durch ihre spezielle Bauweise kann eine Kräuterspirale unterschiedliche Standortansprüche von Pflanzen bedienen. So herrschen am Fuß der Spirale Schatten und Feuchtigkeit, während es zur Spitze hin immer wärmer und trockener wird. Am besten bauen Sie Ihre Kräuterspirale wie eine Trockensteinmauer aus Natursteinen, die ohne Mörtel aufeinander geschichtet werden. Die so entstehenden Ritzen und Hohlräumen bieten einen Lebensraum für weitere Pflanzen und viele Kleintiere.